Übungsdienst am 07.09.2026 – Vegetationsbrandbekämpfung
08. September 2026
Am 7. September 2026, stand für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schinkel ein ganz besonderer und hochaktueller Ausbildungspunkt auf dem Dienstplan: Gemeinsam mit den Wehren aus Großkönigsförde und Revensdorf führten wir eine gemeinsame Übung zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung durch.

Angesichts zunehmender Trockenperioden und der damit verbundenen steigenden Gefahren durch Wald- und Flächenbrände ist eine gut koordinierte und einsatzbereite Zusammenarbeit der umliegenden Wehren unerlässlich.
Der theoretische Einstieg: Gefahren und Taktik
Den Auftakt des Dienstabends bildete ein ausführlicher Theorieteil. Hierbei wurden wesentliche Grundlagen und Herausforderungen bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden besprochen. Im Fokus standen dabei:- Die Erkennung und Einschätzung von besonderen Gefahren im Brandeinsatz.
- Die richtige Einsatztaktik unter Berücksichtigung von Windrichtung, Topographie und Ausbreitungsgeschwindigkeit.
- Die Koordination mehrerer Wehren an Einsatzstellen abseits befestigter Straßen.
Praxisnah und vielfältig: Der praktische Teil
Im Anschluss an die Theorie ging es direkt in die Praxis, wo ein breites Spektrum an Taktiken und Geräten intensiv trainiert wurde. Neben dem klassischen Vorgehen standen dabei insbesondere Spezialtechniken im Vordergrund:- Raupenbetrieb & Pump and Roll: Hierbei wurde das langsame, kontinuierliche Vorrücken von Einsatzfahrzeugen während der Wasserabgabe geübt – eine hocheffiziente Methode bei ausgedehnten Flächenbränden.
- Handwerkszeug im Einsatz: Die Handhabung von traditionellem und spezialisiertem Werkzeug wie Feuerpatschen, Wiedehopfhauen, dem Gorgui Waldbrandwerkzeug und Löschrucksäcken wurde ausgiebig getestet. Gerade in unwegsamem Gelände, oder Bereichen mit schlechter Wasserversorgung, sind diese Hilfsmittel unverzichtbar.
- Gerätevergleich: Ein weiterer spannender Ausbildungspunkt war der direkte Vergleich beim Einsatz von C- und D-Rohren. Hierbei konnten die Unterschiede hinsichtlich Wasserverbrauch, Mobilität und Wirkungsweise direkt gegenübergestellt werden. Die Vorteile von D-Rohren – insbesondere das deutlich geringere Gewicht sowie die für die Flächenbrandbekämpfung völlig ausreichende Wasserabgabe – wurden dabei klar unterstrichen.
Die gemeinsame Übung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig und wertvoll die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit mit den Kameradinnen und Kameraden aus Großkönigsförde und Revensdorf ist. Ein großes Dankeschön gilt allen Ausbildern für die Vorbereitung und allen Teilnehmenden für ihren engagierten Einsatz an diesem Abend!
